Willkommen auf der Homepage der Emil-Nolde-Schule in Büdelsdorf.
Die Emil-Nolde-Schule ist eine zweizügige, in der Klasse 3 dreizügige (drei Parallelklassen), Grundschule mit 9 Stammklassen, einem Mehrzweckraum, einem Raum für die Schulbücherei, einem Lehrmittelraum und einem großzügigen Lehrerzimmer. Wir verfügen auch über einen PC-Raum, in dem der Unterricht am Computer durchgeführt werden kann. Seit dem Jahre 1981 steht uns eine in drei Übungseinheiten teilbare Sporthalle zur Verfügung. Im Jahr 2009 sind zwei Container-Klassen entstanden. Dadurch haben wir neue Gruppenräume und einen Kunstraum gewonnen.
Der Schulstandort Rickert wurde 1975 geschlossen. Seitdem besuchen alle Grundschüler aus Rickert die Emil-Nolde-Schule.
Der heutige Altbau der Emil-Nolde Schule von 1909 ist eines der ältesten Häuser Büdelsdorfs.
Die Schule bestand nach dem 2. Weltkrieg zunächst aus zwei Gebäuden. Auf der südlichen Seite der neuen Dorfstraße, etwa da, wo heute die Friedrich-Fröbel-Schule, die Förderschule, steht, befand sich die Knabenschule. Das heutige Altgebäude der Emil-Nolde-Schule war die entsprechende Mädchenschule. Beide Schulgebäude führten den Namen Bürgermeister-Johann-Kühl-Schule. Seit 1970 heißt unsere Schule, die jetzt eine reine Grundschule ist, Emil-Nolde-Schule. Zu diesem Zeitpunkt ist aus dem ehemaligen Aufbauzug (Ziel: mittlere Reife) die Realschule geworden. Man kann sagen, dass die Emil-Nolde-Schule die Mutterschule aller weiteren Büdelsdorfer Schulen ist.
Die Anzahl der Grundschüler nahm ab Mitte 1950 besonders im Ostteil der damaligen Gemeinde immer mehr zu. Die Gemeindevertretung entschied sich für den Neubau einer Schule an der Sportallee. Auf diese Weise wurden die Wege für die Grundschulkinder verkürzt.
Ab August 1974 musste die Emil-Nolde-Schule aus Platzgründen zeitweise vier Klassenräume des Neubaus der Friedrich-Fröbel-Schule nutzen. Zwei weitere Klassen waren noch über der alten Turnhalle im Dachgeschoss untergebracht. Kurze Zeit später wurde der Emil-Nolde-Schule ein Erweiterungsbau genehmigt, er wurde 1980 bezogen.
Unsere Schule erhielt ihren Namen nach dem Maler Emil Nolde (1867-1956)

Emil Nolde
Am 7. August 1867 wird Emil Hansen in dem kleinen Dorf Nolde nahe der deutsch-dänischen Grenze geboren. Dort verbringt er auf dem elterlichen Bauernhof eine glückliche Jugend. Schon als Kind malt und zeichnet er gerne.
Seiner Ausbildung als Holzbildhauer in der Flensburger Möbelfabrik folgen Wanderjahre als Holzschnitzer. Danach unterrichtet er mehrere Jahre als Fachlehrer für gewerbliches Zeichnen in St. Gallen. Des Weiteren besucht er Malschulen in München, Amsterdam und Paris.
1902 heiratet er die dänische Schauspielerin Ada Vilstrup. Sie beziehen ein Fischer-haus auf der Ostseeinsel Alsen. Die Winter verbringen sie in Berlin. Die Liebe zu seinem Heimatort jedoch ist so groß, dass er 1904 seinen Namen danach umbenennt. So wird aus Emil Hansen Emil Nolde. Als er 40 Jahre alt ist werden Kunstfreunde zum ersten Mal auf die Bilder Emil Noldes aufmerksam. Nolde will nicht fotografisch genau malen, sondern die Dinge so erfassen, wie sie auf den Betrachter wirken. Sein Stil ändert sich während seiner gesamten Schaffensphase nur geringfügig. Er malt vor allem Landschaften, Blumen, Personendarstellungen und religiöse Motive. Seine Landschaften sind durch ihre Farben, sein wichtigstes Ausdrucksmittel, zu extremer Leuchtkraft gesteigert. Für kurze Zeit ist Nolde Mitglied der bekannten Künstlergruppe „Brücke“. Emil Nolde ist weit und häufig gereist. Die Eindrücke seiner Aufenthalte in der Schweiz, in Österreich und Italien, Schweden, England, Frankreich und immer wieder Dänemark finden sich in seinen Werken wieder. Die Teilnahme an der Deutsch-Neuguinea-Expedition in den Jahren 1913/14 weckt sein Interesse für Motive der primitiven Kunst, deren Maskenmotive in seinen Werken immer wieder auftauchen.
1916 zieht er von Alsen in das Bauernhaus Utenwarf an der Westküste. Nachdem Nordschleswig 1920 dänisch wird, ist auch Emil Nolde dänischer Staatsbürger. Sechs Jahre später erwirbt er eine hohe leerstehende Warft und baut dort ein Wohn- und Atelierhaus, das er „Seebüll“ nennt. Die Noldes legen dort einen prächtigen Blumengarten mit Teich und Wasserspiel an.
Zur Zeit des Dritten Reiches werden seine Werke beschlagnahmt und Nolde erhält Malverbot. Doch er malt heimlich weiter. Bis 1945 entstehen über 1300 kleinformatige Aquarelle, die so genannten „Ungemalten Bilder“, deren Motive Nolde nach Kriegsende in seine Ölmalerei übernimmt.
Am 13. April 1956 stirbt Emil Nolde fast neunzigjährig in seinem Haus in Seebüll. Seitdem ist Seebüll Sitz der Nolde-Stiftung und als Museum der Allgemeinheit geöffnet.